Google ist übrigens nicht semantisch und will es auch nicht zwingend werden. Mit jungen Internetnutzern sind auch Studenten gemeint und hier kann es bedenklich werden. Denn das Netz ersetzt heute zu einem großen Teil die Recherchen, die wir früher in Bibliotheken durchführten.
Die Forscher fanden heraus, dass bei Google maximal zwei bis drei Seiten aufgerufen werden. Finden sich in den bis 30 Suchergebnissen der ersten Seiten nicht die richtigen Hinweise, wird die Suchanfrage angepasst. Google legt seinen Rankings, wie bekannt, vor allem die Querverlinkung von und über andere Internetseiten zu Grunde. Das kann ein Problem sein, denn weit verbreitete Informationen polarisieren und führen unter jungen Internetnutzern zu eine Google-Gläubigkeit.
Die Forscher fordern deshalb mehr Aufmerksamkeit für die Medienpädagogik schon in Schulen. Wir haben das auch erkannt und bieten ab dem Q4/2010 einen Intensiv-Workshop Medienkompetenz in der Gesundheitswirtschaft an, der sich speziell der Thematik annimmt. Dabei gehen wir auf die kulturellen Veränderungen ein, leeren Kompetenz, wie z.B. die richtige Recherche im Internet und stellen das Internet auch für prozessrelevante Aufgaben in den Mittelpunkt. Im Wesentlichen unterteilt sich unser Workshop in folgende drei Teile:
- Soziokulturelle Veränderungen durch digitale Medien im Arzt-Patientenverhältnis
- Soziale Netzwerke als Chance für die Online Gesundheitskommunikation des souveränen Patienten von morgen
- Zusammenarbeit, Arbeitsmethoden im Team und Wissensvermittlung zu gesundheitlichen Themen mit Hilfe des Internets
72% der heute Online agierenden Patienten (e-Patient) suchen vor oder nach einem Arztbesuch nach entsprechenden Informationen. Ärzte und Unternehmen in der Gesundheitswirtschaft platzieren sich nach wie vor nicht umfassend und mischen sich in der Online-Gesundheitskommunikation von Patienten zu wenig ein. Vor dem Hintergrund, dass die Patienten von heute eine Google Gläubigkeit entwickeln, sind die Aufgaben für die nächsten 1 bis X Jahre klar abgesteckt. Gesundheit und Medizin müssen online mit der nötigen Expertise und Profession vertreten sein.
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