Prominente Unternehmen im Internet gehen davon aus, dass Sie irgendwann kein Interesse mehr daran haben, sich mit Einstellungen und dem ganzen Ballast eines klassischen Betriebssystems herumzuschlagen. Bereits heute können Sie vollwertige Textverarbeitungsprogramme und Tabellenkalkulationen im Internet nutzen. Dabei liegt das ausführende Programm auf einem entfernten Server. Sie mieten die Software bei Bedarf und befreien sich von den administrativen Aufgaben wie z.B. dem Installieren von Updates und den Datensicherungen. Der Server des Anbieters mit Hochverfügbarkeit übernimmt das für Sie.
Programme werden als Service bereit gestellt. Die englische Bezeichnung, "Software as a Service" oder "SaaS" ist die Grundlage des Cloud Computing. Sie arbeiten in der Wolke und bewahren auch dort Ihre wichtigsten Daten auf. Quasi eine Ebene, eine Instanz über Ihnen.
Die aktuelle Gesetzeslage
Jetzt werden Sie einwenden. Das kann ich meinen Patienten aber nicht antun. Auerdem darf ich die Patientendaten gar nicht auerhalb meiner Praxis aufbewahren. Richtig. SGB V Daten Ihres Patienten, also alles, was Sie über den Patienten speichern und ablegen, müssen Sie innerhalb der eigenen Infrastruktur aufbewahren, da Sie nach aktueller Gesetzeslage Ihre Schweigepflicht brechen würden. Aber spätestens mit der elektronischen Patientenakte werden wir die Möglichkeiten wieder diskutieren.
Einzelne Anbieter für Abrechnungssysteme stellen Ihre Systeme bereits um, damit Sie im Bedarfsfall schneller reagieren können.
Die Bedeutung für Ihre Praxis
Für die Praxisorganisation können Sie bereits heute wertvolle Dienste in Anspruch nehmen. Wir werden darüber immer mal wieder in diesem Blog berichten und Sie auf dem Laufenden halten.
Wir möchten Ihnen zunächst mal drei prominente Beispiele geben:
Microsoft wird sein neues Office 2010 für Privatnutzer und kleine Unternehmen (wie z.B. eine Arztpraxis) zusätzlich online verfügbar machen. Die sogenannten Web Apps werden über den Internet Browser zur Verfügung gestellt. Im ersten Schritt betrifft das Word, Excel und Powerpoint, die wohl populärsten Anwendungen der zurückliegenden Office-Versionen.
Google plant ein eigenes Betriebssystem eigens für kleine Notebooks, den Netbooks. Persönlich benötigen Sie dann gar nicht mehr als einen Webbrowser, um online auf Daten zuzugreifen und sogar daran zu arbeiten. Google verspricht, dass Ihr Computer in wenigen Sekunden startet, also ein Webbrowser sofort verfügbar ist und Sie loslegen können.
Wir von praxistotal als beratungsorientierte Organisation mit eigener Praxis-Community arbeiten heute bereits mit dem Kunden online an Projekten und nutzen dazu ein agiles Projektmanagement in den Wolken (ZCOPE), das der zuständige Berater jederzeit von unterwegs aufrufen kann. Unser Kunde natürlich auch und er kann seine Gedanken und Hinweise online einstellen und muss nicht auf den Rückruf seines Beraters warten. Beispielsweise auf dem Rückweg von einer Fortbildung, wenn die Gedanken gerade kommen und gehen.
Mit den Machern von ZCOPE arbeiten wir bereits an einem QM als Software as Service im ärztlichen und zahnärztlichen Bereich.
Natürlich wird weiterhin mit dem Kunden telefoniert und das persönliche Treffen steht auch bei uns noch ganz oben in der Wertschätzung. Dennoch, die asynchrone Kommunikation bietet Chancen, dass weniger Gedanken verloren gehen, Projekte besser vorbereitet und und umgesetzt werden. Dabei brauchen Sie nicht extra Projektmanagement zu lernen, sondern bedienen einfach eine Internetseite mit bestimmten Funktionen. So wie Sie es aus jedem anderen Programm oder von Ihrem Web-Mail Zugang her kennen. Den Rest schulen wir nebenbei. Ein Mehrwert, der Ihnen auch später in der Praxis helfen kann, mit Medienkompetenz und Effizienz Ihre Praxiserfolg weiter zu gestalten.
Warum sprechen wir darüber?
Neben dem ökonomischen Aspekt, in der Wolke zu arbeiten, stehen als Ergänzung seit einigen Jahren sogenannte Soziale Netzwerkplattformen bereit, die zunehmend drang, miteinander zu sprechen und Neues zu erfahren, ins Internet verlagern.
Menschen vernetzen sich zunehmend via Internet. Für viele ist die Soziale Medien Revolution der größte gesellschaftliche Umbruch seit der Industrialisierung. XING, Facebook & Co. werden selbst zu kleinen Online-Büros und machen es sehr einfach, sich schnell mir anderen zu verbinden.
Hinzu kommt, dass zum Beispiel Twitter sich auch für Ärzte und Zahnärzte zu einem interessanten Marketinginstrument entwickeln kann. Wir testen bereits und sind selbst schon mit vielen Patienten über den Twitter-Account @zahnarzt vernetzt. Für die offizielle Verifizierung des Accounts brauchen wir noch echte Zahnärzte.
Gerade Ärzte und Zahnärzte profitieren von dieser Entwicklung, denn fast jeder Mensch ist auch Patient. Die Veränderungen im Gesundheitswesen werden um dieses Thema wenig herumkommen. Schon heute äußert sich das in den kommunikativen Umfeldern der sozialen Medien. Ihr per DSL angesprochenes Wartezimmer TV, Ihre Internetseite und die E-Mail an den Patienten sind zunächst nachvollziehbare Beispiele. Auch die einzelnen Systeme werden sich besser und schneller miteinander verbinden lassen. Qualitätsmanagement muss daher nicht mehr im Heft-Ordner stattfinden, sondern kann online, entsprechend gesichert, erarbeitet, abgerufen und gelebt werden. Quasi als Niederschlag aus der Wolke auf Ihre Praxis. Professor Riegl aus Augsburg prognostizierte das bereits im Jahre 2003 in seiner Studie "Die Zahnarztpraxis als Center of Excellencce". Darin vergleicht er Praxen der "Old Economy" mit denen der "New Economy". Sie unterscheiden sich dadurch, dass die New Economy die statischen Mauern Ihrer Praxis überwindet und sich den Patienten auch außerhalb der Praxis öffnet. Damals waren sozialen Netzwerke nur ein Trend. Heute sind Sie Wirklichkeit. Werfen Sie ein Blick in das am Ende des Beitrags platzierte Video.
Kollaboration im Arzt-Patientenverhältnis
Neue Formen der Kooperationen (Collaboration) unter Ärzten werden möglich. Interdisziplinäre Wissensnetzwerke, wie wir es von praxistotal für das Marketing und Management in der Praxis planen, können entstehen. Auch regionale Initiativen mit medizinischen Schwerpunkten können neben dem Praxisalltag wesentlich effizienter organisiert werden. Die Aufklärungsarbeit mit den Patienten kann dann direkt vom Reißbrett aus vorgenommen werden, weil sich Inhalte aus der Arbeitsumgebung direkt publizieren lassen. Sie können einer Helferin einen Heimarbeitsplatz anbieten, wenn Sie guter Hoffnung ist oder buchen zur internen Entlastung eine externe Abrechnungesfachkraft, die sich in Ihrer Praxis einwählen kann und mit der Sie über Skype Absprachen treffen können.
Wir werden weiter berichten. Abonnieren Sie doch unseren Newsletter oder setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie mehr über Ihre aktuellen Chancen erfahren wollen. Seriöse Information hat Zukunft. Wer hier investiert, gewinnt. Auch oder trotz der oben genannten Entwicklungen. Oder folgen Sie uns auf Twitter. Wir halten Sie gern auf dem Laufenden und erläutern Ihnen die zunehmende Bedeutung der Sozialen Medien für Ihr Praxismarketing und Ihr Praxismanagement.

