Fehlversuche, mit den richtigen Werbemaßnahmen inner- und außerhalb der Praxis beim Patienten zu punkten, wirken sich aus. Bedroht ist das Arzt-Patientenverhältnis in seinen vertrauensvollen Grundfesten.
Immer wieder erleben wir, dass Ärzte und Zahnärzte versuchen, mit klassisch angebrachten Werbemethoden auf sich aufmerksam zu machen oder das Verbraucherverhalten Ihrer Patienten zu beeinflussen. Hier etwas beobachtet, dort etwas auf die Schnelle übers Knie gebrochen. Eine Zahnarztpraxis ist nicht der Elektronikfachmarkt um die Ecke.
Die angewendeten Methoden sind durchschaubar. Das kann der Patient seinem Arzt oder Zahnarzt durchaus übel nehmen. Kritisch ist, dass der Patient dies seinem Arzt oder Zahnarzt meist nicht direkt ins Gesicht sagt, sondern sich dieser Umstand durch Negativ-Empfehlung unters Volk mischt. Mit allen Konsequenzen, die Sie von der "Stillen Post" her kennen.
Zitate wie, der will doch nur was verkaufen oder der muss es ja nötig haben, sind nicht so selten, wie Sie glauben.
Strohfeuer sind schlecht für die eigene Praxisbilanz
Das zweite Problem besteht darin, dass Praxisinhaber und Ihr Team Strohfeuer entzünden, wo es keine zusätzliche Wärme braucht. Nur selten stecken hinter dem Kommunikationseifer ausgefeilte Vorgehensweisen. Schon gar nicht diese besondere Betrachtung, die das Arzt-Patientenverhältnis verdient hätte.
Ärzte, die von der Industrie gesponserte Plakate aufhängen irritieren Ihre Patienten. Im besten Fall übersieht der Patient die Werbung. Und das wäre doch besonders schade, wenn es sich um eine tatsächliche Information handelt, die der Patient gebrauchen kann. Wenn solche Informationen höflich, persönlich und mit der nötigen Portion Esprit vermittelt werden, haben sie gleich ein ganz anderes Gewicht. Dazu sollten werbliche Informationen auf den Patienten zugeschnitten sein und seine persönlichen Ansprüche und die medizinische Notwendigkeit nicht verfehlen. Augenwischerei wird vom Patient schnell entlarvt und als Klamauk abgestempelt.
Unser Rat
Wir raten deshalb vor allem dazu, sich konzentriert damit zu beschäftigen, welche Ziele die Praxis verfolgt. Kurzfristig, wie langfristig. Aufsetzend auf den Ergebnisse n der Analyse aus der Debatte um die Praxisziele und dem tatsächlichen Ist-Zustand, muss der Stil in Kommunikation und Präsentation einer werblichen Information, dem der Praxis entsprechen. Auch dem der Persönlichkeiten, die in der Praxis arbeiten. So erhält sich die Praxis Ihren Wiedererkennungswert und verfälscht sich nicht.
Es kommt nicht darauf an, wie man es sagt, sondern wie es beim Anderen ankommt.
Die Erkenntnis sollte reifen
Die Logik hinter diesem Satz führt also immer zu der Erkenntnis, dass nicht mal schnell mit einem Logo, ein paar flotten Sprüchen oder einigen zusätzlichen Kopien im Wartezimmer das Umsatzwunder zu erreichen ist. Nur die Nachhaltigkeit und ein gesundes Wachstum in der Kommunikationskompetenz einer Arzt- oder Zahnarztpraxis machen den Erfolg aus. Davon profitieren viele Praxen, die mit integrer Grundhaltung und dem nötigen Respekt an die Sache heran gehen. Nein besser, in die Aufgabenstellung Praxismarketing hineinwachsen.

